DAS NLTEACH-WORTBILDTRAINING

Ein sehr häufig zu beobachtendes Defizit legasthener Menschen ist die Unfähigkeit, das orthographisch richtige Wort so im Gehirn abzuspeichern, dass es auch fehlerfrei wieder abgerufen werden kann. Dieses Unvermögen zwingt zu einem wahrhaft "kreativen" Umgang mit der Orthographie, denn es werden immer wieder neue Schreibweisen für ein und dasselbe Wort geschaffen. Mit den Mitteln der Neurolinguistik ist es schon seit einigen Jahren nachweislich gelungen, dass die Strategie der richtigen und erfolgreichen Wortbildspeicherung trainiert werden kann. Wie jede andere Lernstrategie bedarf es des möglichst häufigen, vom Umfang aber nicht länger als 15 Minuten andauernden Trainings. Dieses Lernstrategietraining führt bereits nach kurzer Zeit zu nachhaltigen Erfolgserlebnissen des Betroffenen und schon in wenigen Wochen zu einer allmählichen Automatisierung der neuen Lernstrategie. Das Wortbildtraining eignet sich deshalb nicht nur hervorragend für die erfolgreiche "Initialzündung" einer Lerntherapie, sie ist auch für den häuslichen Übungsrahmen mit einer in die Technik eingewiesenen Person (Mutter, Vater oder andere Bezugsperson) ausgesprochen gut geeignet. Die Grundtechniken können daher im Rahmen eines Eltern-Kind-Lernstrategie-Trainings erfahrungsgemäß innerhalb von 4 Stunden erlernt werden.

Auch hier gilt, wie für alle anderen Trainings- bzw. Therapiekonzepte auch, eine vorherige Untersuchung der Hör- und Sehfähigkeit. Aber auch, wenn diese Organfunktionen überprüft werden und ohne Befund sind, haben viele Kinder dennoch Entwicklungsdefizite in der Wahrnehmungsverarbeitung. Besonders hervorgehoben seien an dieser Stelle eine nicht ausgereifte Blickmotorik, mangelhafte Hörverarbeitung und eine unausgereifte Simultanerfassung. Diese wichtigen Wahrnehmungsbereiche sind bei etwa 50% der Kinder mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten bzw. Rechenschwierigkeiten auffällig. Mehr Informationen über die Diagnose und die Trainingsmöglichkeiten dieser wichtigen Wahrnehmungsbereiche finden Sie hier